Bakterien

Bei Feuchteschäden treten in der Regel auch vermehrt Bakterien auf. In direktem Zusammenhang mit Feuchteschäden wurden bisher das Auftreten von Actinomyceten und Bacillus spp. erkannt.

Insbesondere bei länger anhaltender Feuchtigkeit können sich Actinomyceten, die auch natürlich im Boden vorkommen, entwickeln. Einige thermophile Actinomyceten besitzen wie Pilze ein sensibilisierendes Potenzial. Actinomyceten bilden Sporen, die noch kleiner sind als Pilzsporen und damit noch leichter in die Atemorgane des Menschen gelangen können. Actinomyceten sind häufig für den muffigen, erdigen Geruch bei Feuchteschäden verantwortlich. Es ist noch nicht klar, ob die vielseitigen Stoffwechselprodukte der Actinomyceten auch einen negativen Einfluss auf die menschliche Gesundheit haben können.

Mehr zu Actinomyceten bei Feuchteschäden finden Sie in einem Ausschnitt aus einem Vortrag von Dr. Trautmann bei der 11. VDB-Tagung in Dresden.

Bekannt ist die Bildung von Endotoxinen durch Bakterien. Es ist nicht ausgeschlossen, dass diese Giftstoffe über die Luft, gebunden an Staubteilchen, in den menschlichen Körper gelangen können.

Bakterien haben auch eine Bedeutung bei Abwasserschäden. Als Indikator für eine Fäkalverunreinigung wird Escherichia coli betrachtet. Der Nachweis ist auch in feuchten/nassen Materialproben möglich.